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MUSEUM FÜR WALDARBEIT am 18.6.2010 eröffnet !

Die Diemelstadt verfügt seit Kurzem über ein weiteres, kleines "Schmankerl" . Nach längerem Anlauf, gelegentlichem Stocken und nun der Fertigstellung konnten die Macher und Ideengeber rund um Heinz Scharf, Walter Stiene, Heinrich Friele, Ludwig Schäfer, Christian Kirchner und einem Dutzend weiterer Ehrenamtlicher das Werk vorführen.

Nachdem es dem Waldeckischen Geschichtsverein ( BezGr Diemelstadt) gelungen war, nach Schließung des Ausbildungsbetriebes, mit Einwilligung der Forstbehörde wichtige Gerätschaften zu sichern, fingen die nächsten Probleme gleich an: wohin damit ? Der Leiter des Stadtarchives, Heinrich Friele , durfte alle jetzt katalogisierten Teile als Dauerleihgabe an sich nehmen und für Ausstellungszwecke ins Magazin nehmen.

Dem Ideenreichtum der Vorgenannten ist es zu verdanken, daß man auf den Raum der ehemaligen Gefrieranlage im Gemeinschaftshaus aufmerksam wurde, im Kellergeschoß also. Bürgermeister Emde willigte ein und es wurde mit Null Euro dennoch begonnen ! Der Raum versprühte immer noch den Charme eines ehemaligen Schlachthauses - wegen der allseitigen weißen Kacheln! Schreinermeister Christian Kirchner lenkte uns auf die Spur eines nun ebenen Holzfußbodens,
die großen Holztafeln an Wänden und Mittelstützen - das passte sehr gut zu den Forst-Exponaten.

Mit Spendengeldern wurde der Raum langsam vervollständigt. Die fachliche Betreuung durch die ehemaligen Forst-Mitarbeiter ruhte auf den Schultern des 89 -jährigen Heinz Scharf und des unermüdlichen Walter Stiene. Krankheiten verzögerten leider die flotte Umsetzung und es zog sich bis zum Frühjahr 2010 hin, bis man das Finale planen konnte.

Im großen Saal des Gemeinschaftshauses versammelten sich mehr als 50 geladene Gäste - ehemalige Mitarbeiter+innen, Ausbilder, Leitungspersonal, aber auch Aktive von Hessenforst, dem Domanium und aus der Nachbarschaft. Vortragende waren Heinz Scharf, Karl Döhrer und Ludwig Friele. Grußworte sprachen Gisbert Backhaus und Rolf Emde. Herr Wagemann vom Hammerhof Hardehausen machte zu Recht auf die grenzübergreifenden Möglichkeiten der forstlichen Highlights aufmerksam.
Krönender Höhepunkt waren historische Lehrbücher als Gastgeschenke für den Verein . Günther Bracht vom freundschaftlich verbundenen Verein Historisches Ortsbild hatte einen Flyer angefertigt und der Städt. Bauhof half spontan und unkompliziert (nicht nur) bei der Schlußreinigung, ein weiteres gutes Beispiel für erfolgreiches,örtliches Zusammenarbeiten !
Die Initiatoren sind sich ganz sicher, daß diese kleine Fach-Ausstellung einen wertvollen Beitrag leisten kann, wenn es gilt, alte handwerkliche Fertigkeiten rund um den Werkstoff Holz zu zeigen: vom Sämling über das Pflanzen eines Bäumchens, Hege und Pflege im Wald, über die Ernte, die zugehörigen Werkzeuge und Maschinen, den Transport und die Weiterverarbeitung bis hin zum Endprodukt.



In unserem Galeriebereich haben Sie direkten Zugriff auf die Fotostrecke zur Eröffnungsfeier.

Informationsbroschüre zum Waldarbeitermuseum(PDF)
Walter Bracht: 07.07.2010






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