Alt - Rhoden

Alt-Rhoden - Tag des offenen Denkmals



In diesem Jahr wurde erstmals von der Bezirksgruppe Diemelstadt des Waldeckischen Geschichtsvereins die Kirchenruine "Alt-Rhoden" vorgestellt. Der Tag des offenen Denkmals, der bundesweit organisiert wird, fällt immer mit dem Rhoder Viehmarkt zusammen. Angenehm überrascht waren die Mitarbeiter der Bezirksgruppe von der regen Beteiligung interessierter Besucher. So fanden sich, jeweils am Vormittag und am Nachmittag eine Gruppe von über 20 Personen ein, die aus der näheren und weiteren Umgebung angereist waren.

Der 1. Vorsitzenden Walter Bracht machte die Besucher auf den beklagenswerten Zustand der Kirchenruine Alt-Rhoden aufmerksam und erklärte, das sich der Geschichtsverein bereits den Denkmalpfleger eingeschaltet habe, damit der fortschreitende Verfall des bedeutenden Kulturdenkmals - das älteste steinerne Zeugnis der Baukunst dieser Gegend - vor dem gänzlichen Verfall bewahrt wird.

Nach der Begrüßung wurden die geschichtlichen Hintergründe, dieser einst blühenden Siedlung mit der Mutterkirche und dem "Zentralfriedhof" für die umliegenden Dörfer erläutert. Glaubwürdige Schätzungen besagen, daß über die Jahrhunderte, bis zur Aufgabe der Siedlung um 1300 und darüber hinaus, etwa 10000 bis 12000 Personen dort bestattet wurden. Eine Besonderheit für unsere Gegend ist das Beinhaus - der sogenannte Karner. Dort wurden die Gebeine, die bei Wiederbelegungen ausgegraben wurden, gesammelt. Die Bürger von Alt-Rhoden haben nach und nach im Schutze der Burg auf dem jetzigen Schloßberg gesiedelt. Auch von dort wurden die Toten noch bis 1637 auf Alt-Rhoden bestattet.

Die Lage der Siedlung Alt-Rhoden, im Zusammenhang mit den sehr vielen Wüstungen in unserer Region, wurden anhand einer Karte erläutert. Der Kartenausschnitt war so gewählt, daß die benachbarten ehemaligen, einflußreichen Klöster, Hardehausen, Warburg, Aroldessen und Horhusen (Marsberg) noch im Plan enthalten waren. Weiterhin waren die ehemaligen Kirchen- und Totenwege, soweit sie rekonstruiert werden konnten, im Plan dargestellt.

Die baugeschichtlichen Merkmale der Kirchenruine mit den sichtbaren und bemerkenswerten Baufugen im Mauerwerk, wurden ebenso erläutert wie das künstlerisch gestaltete Flachrelief, das die Ausgießung des Heiligen Geistes versinnbildlicht. Auch auf die besondern Grabsteine, die noch auf dem Friedhofsgelände zu sehen sind, wurde das Augenmerk gerichtet.

Die Mitarbeiter der Bezirksgruppe Diemelstadt des Waldeckischen Geschichtsvereins, Walter Bracht, Heinrich Bodenhausen und Karl Heinemann, die vor Ort die Einzelheiten erläutert haben, bedanken sich noch einmal bei allen, die Alt-Rhoden am 14.9.2008 besucht haben.






Aktuelle Meldungen

Hier erhalten Sie Zugriff auf aktuelle Meldungen des Waldeckischen Geschichtsvereins Diemelstadt. Aktuelles…

Berichte und Informationen

In diesem Bereich erhalten Sie Zugriff auf aktuelle Informationen und Berichte. Berichte…

Galerie

Über den Galeriebereich erhalten Sie direkten Zugriff auf das Online-Fotoalbum des Waldeckischen Geschichtsvereins Diemelstadt. Galerie…

Interessante Links