Berichte/Informationen
GEOPARK GRENZWELTEN - Deutscher Mühlentag - Eisensteinweg zum Tal der Orpe
Für Pfingst-Montag, 24.Mai2010 lädt der Waldeckische Geschichtsverein, BezGruppe Diemelstadt zu einer geführten Rad-Wanderung auf historischen Wegen ein.
Treffpunkt ab 8.00 Uhr bei der großen Windkraftanlage V 13981 auf der Hochfläche bei Neudorf. Dort ist ausreichend Platz, um PKW ganztägig abzustellen. Hier ist auch eine GEOPARK - Info-Tafel aufgestellt, die sowohl unser heutiges Thema, wie auch interessantes zur Windkraft hergibt. Nach der Begrüßung geht es um 8.30 Uhr los. Zuerst auf asfaltiertem Wirtschaftsweg nach Erlinghausen (stellenweise identisch mit dem Eisensteinweg von Adorf her), durch Erlinghausen und auf weiteren Wirtschaftswegen zum höchsten Punkt unserer Route mit gut 400 m NN, nun bergab über den sog.
"Waldecker Weg" und die Glockengrund ( Orchideen-Naturschutzgebiet) nach Udorf. Wir fahren weiter durch NEU-WESTFALEN, auf einer Nebenstrecke am Sportplatz und Waldrand vorbei bis zum Kohlgrunder Hammer und Schlagmühle. Es folgt Eilhausen, der Bereich der Eilhäuser Hütte und ein Weg am Waldrand gen Norden bis zur Bruchmühle. Hier wechseln wir die Bachseite und fahren am westlichen Ufer durch die Wiesen. Jetzt folgt ein kurzer, knackiger Anstieg ( schieben) in den Wald nahe Haberhausen und wir verlassen den Forst bei der Bruchmühle. Dort müssen wir ein kurzes Stück auf der Landstraße Richtung Rhoden, biegen aber schnell auf den Waldrandweg am Orpe-Ostufer ab. Es geht an Zimmermannsgrund, Rhotshammer und der Roten Bicke vorbei, mit dem Gefälle der Orpe gen Norden.
Nahe des Orpethaler Friedhofes verlassen wir diesen Abschnitt. Jetzt können wir im Dorf den Pickhardshammer aufsuchen und wenden uns wieder Richtung Wrexen auf der Kreisstraße. Es folgt das Diemeltal, die Autobahn, die beiden großen Papierfabriken und schließlich die Ortslage von Wrexen. An der Hauptkreuzung folgen wir der ehemaligen Bundesstr 252 bis kurz vor Diemelbrücke und Eisenbahnschranken, und haben schon unseren Endpunkt, das Landhotel KUSSMANN erreicht. Wir werden wohl zur besten Mittagszeit dort eintreffen. Insgesamt sind es gut 30 km Strecke, mit ca 80 % Gefälle-Anteil, die Belag-Qualität schwankt von Asfalt bis Naturweg.
Leider müssen ca 20 % der Gesamtstrecke auf Kreisstraßen gefahren werden, deshalb ist Disziplin, gute Schutz-Ausrüstung ( Helm, Warnweste ) und natürlich ein sicheres Fahrrad, Rucksack-Verpflegung/ Getränke und viel Muße (!) angesagt - die zu erklärenden Besonderheiten dieser Tour sind derart vielfältig, daß man selten mehr als 2 km radelt, ehe ein Stop notwendig wird. Wir werden die Spuren der alten Wasserräder, Mühlengräben, die Hütten und Hämmer, auch Kohlen-Meilerplätze aus dem Sattel heraus erkennen. Etwas weiter kann der Fundamenten-Rest einer Windmühle etwa aus der Zeit von 1640 gezeigt werden.
Die Tour soll den Weg des Adorfer Erzes bis zu den Verarbeitungsstandorten im Orpetal aufzeigen, wo einerseits die mechanische Antriebskraft des Wassers wie auch die Heizenergie in Form von Holzkohle vorhanden waren.
Der Bogen zu "neumodischen Windenergieanlagen" ist schnell hergestellt. Wer nach der Möglichkeit einer Mahlzeit bei KUSSMANNS dann zu seinem geparkten Auto im Windpark zurückgefahren wird, der hat auch noch die Möglichkeit diese 100 m hohen Giganten zu besichtigen. (Separat anmelden. Innenliegender Aufzug oder Leiterbesteigung möglich)
Eine Anmeldung bis zum 20.5.2010 ist telefonisch unter 05694-1373 unbedingt notwendig. Es wird ein Unkostenbeitrag von 2,- Euro / Teilnehmer erhoben. Mindestteilehmerzahl = 5 Personen.
Jeder Teilnehmer ist aus juristischer Sicht für sich selbst verantwortlich. Die Anweisungen des GEOPARK-Führers sind maßgeblich.Die Tour findet bei JEDEM WETTER statt ! Radwanderung Teil 2 mit ähnlichen Inhalten von Neudorf nach Adorf am TAG DES DENKMALS / 12.9.2010 in Vorbereitung !
Walter Bracht, Laubacher Weg 4 34474 Diemelstadt-Rhoden
